Kein Auftritt

Die Organisator_innen des Chris­to­pher Street Day in Duis­burg schei­nen zur Besin­nung gekom­men zu sein. Sie hat­ten zunächst die ver­schwö­rungs­ideo­lo­gi­sche Band „Die Band­breite” ange­kün­digt. Die Band ist vor allem bei „Trut­hern” und ande­ren Ver­schwö­rungs­fans beliebt, schließ­lich deu­tet sie die Ereig­nisse des 11. Sep­tem­ber 2001 um, in dem sie die musi­ka­li­sche Behaup­tung auf­stellt, dass die isla­mis­ti­schen Atten­tate doch auch durch ame­ri­ka­ni­sche Insti­tu­tio­nen ver­ur­sacht wor­den sein könn­ten. Außer­dem repro­du­ziert die Band zahl­rei­che wei­tere ver­schwö­rungs­ideo­lo­gi­sche Kon­strukte, vom Angriff auf Pearl Har­bour bis zur Umdeu­tung der Immun­schwä­che­krank­heit AIDS. Dabei beruft sich die Band auf den anti­se­mi­ti­schen Auto­ren Wolf­gang Eggert.

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Solikonzert

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Fang bei Dir selber an!?

[ein schon etwas älterer aber sehr guter text aus STRAßEN AUS ZUCKER # 5]

Von ungegessenen McDonald‘s-Burgern, ungetragenen H&M-Klamotten und ungebuchten Reisen oder: Warum es sich die Kritik daran oft zu einfach macht.

Es gibt einige Dauerbrenner an WG-Küchentischen, darunter sicher die Frage: Inwiefern kannst Du durch Dein individuelles Handeln die gesellschaftlichen Verhältnisse verändern? Hatte also z.B. Michael Jackson Recht, wenn er sang: „I am starting with the man in the mirror“? Meist sehen die Diskussionen hierzu so aus, dass jede Seite gegen die andere endlos Recht zu behalten scheint und letztendlich jede_r denkt: „Selber doof“. Viele Leute, die sich irgendwann über mehr oder minder verschlungene Wege in der Linken wieder finden, dürften ihr Politisch-Sein mit dem Hinterfragen des eigenen Verhaltens, meistens im weiteren Sinne in Fragen des Konsums, begonnen haben. Ob es der Boykott von McDonald‘s-Restaurants, H&M-Klamotten oder Coca-Cola, die Verweigerung der Nutzung tierischer Produkte, die Ablehnung von bestimmten Reisezielen und Verkehrsmitteln oder der Kauf von TransFair-Produkten ist oder war: Gemein ist diesen Dingen der Versuch, einen als schlecht erkannten Zustand durch eigenes Handeln zu verändern.
Dagegen gibt es eine Kritik, die in etwa so geht: It‘s the system, stupid! Wer individuell was an seinem Verhalten ändern wolle, hege Illusionen und im besten Fall sei es nur ein Tropfen auf den heißen Stein, also sinnlos. Und irgendwann fällt der (bei Adorno übrigens etwas anderes meinende) Satz: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“ Versuche, die darauf abzielen im Hier und Jetzt schon Leid zu mindern, werden dann oftmals als bloße Wohltätigkeit diffamiert. Doch so sehr wir das Urteil teilen, dass das Leiden hier meist ein gesellschaftlich produziertes ist, das nur durch ein radikales Programm der Abschaffungen verschwinden wird, so sehr macht es sich die obige Kritik unserer Meinung nach zu einfach.

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Antifascist Youth Festival: Vortrag, Ausstellung und Konzert

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ab 18 uhr im Druckluft Oberhausen

Vortrag: Anarchismus in Belarus
Im Rahmen unseres Antifascist Youth Festivals werden Anarchst*innen aus Belarus über die politische Situation, die anarchistische Bewegung, die aktuelle Lage und die zunehmende Repression durch das Lukaschenko-Regime erzählen. Die Veranstaltung wird übersetzt, es werden Bildmaterial und Videos gezeigt. Anschließend stellen sich die GenossInnen aus Belarus euren Fragen und es gibt die Möglichkeit zur Diskussion.

Konzert: Lenkin.Hop
Die belarussische Anarcho-Rapperin Lenkin.Hop wird einige ihrer Songs auf der Festival-Bühne präsentieren. In ihren Texten über ihren (politischen) Alltag in Belarus treffen Lyrik und Wut aufeinander. Für die russischsprachigen Texte wird eine Übersetzung in das Konzert integriert.

Ausstellung: Antifa und Repression in Russland
Auf mehreren Stelltafeln wird die Geschichte von Repression, Gewalt und Morden anschaulich gemacht, unter denen die russische Antifa-Bewegung schon seit Jahren zu leiden hat.

Mit dem Überschuss des Festivals wollen wir die GenossInnen aus der russischen Antifa-Szene unterstützen.

Oberhausener Polizei ermittelt wegen Fremdenfeindlichkeit gegen Kollegen

Mit vermeintlich fremdenfeindlichen Kommentaren im Netz hat sich ein Oberhausener Polizist großen Ärger eingehandelt. Die Polizei ermittelt nun gegen den eigenen Kollegen, der Staatsanwalt prüft und es wird gerätselt, was der Mann wo geschrieben hat – denn die Polizei möchte keine Details verraten.

Ein Oberhausener Polizist hat sich mit vermeintlich fremdenfeindlichen Kommentaren, die er während des EM-Finales zwischen Italien und Spanien ins Internet geschrieben hat, mächtig Ärger eingehandelt.

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Migranten fühlen sich von Oberhausener Polizist in ihrer Ehre gekränkt

zum Thema:
Rassismus: Erneut Hetze gegen Schwarze in Polizei-Kalender

Rassistische Kalendermotive sind in deutschen Polizeistuben offenbar keine Seltenheit. Ein jetzt aufgetauchter Kalender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) jedenfalls lässt ein zweifelhaftes Menschenbild einiger Polizeibeamter vermuten. Die Motive, die “Welt Online” vorliegen, sind unverhohlen rassistisch, frauen- und homosexuellenfeindlich.

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Die Zugezogenen machen Ärger

Unter Berliner Antifaschisten kommt es zuweilen zu handfesten Auseinandersetzungen. Die Gruppe »Zusammen Kämpfen« tut sich bei dem andauernden Konflikt besonders hervor.

von Evelyn Tietze

Ein Krankenhausaufenthalt und mehrere Verletzte durch den Einsatz von Pfefferspray – das waren die Folgen einer »antifaschistischen Streetparade«, die Ende April zum Jahrestag der Befreiung des Berliner Bezirks Neukölln vom Nationalsozialismus stattfand. Doch nicht etwa die anwesenden Polizeibeamten waren dafür verantwortlich, dass die Demonstration für einige Teilnehmer unangenehm ausging, es handelte sich auch nicht um einen Angriff von Nazis. Ein der Demonstration alles andere als wohlgesonnener Klassenkämpfer hatte zum Pfefferspray gegriffen.

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erneut KC Konzert in Oberhausen

Bad Wünnenberg – Brilon-Madfeld – Oberhausen …

Für den 30. Juni 2012 hatte die extrem rechte Hooligan-Band „Kategorie C“ aus Bremen ein Konzert ursprünglich in Bad Wünnenberg (Kreis Paderborn) und dann in Brilon-Madfeld (Hochsauerlandkreis – Regierungsbezirk Arnsberg) geplant. Zuvor hatte die Polizei in den letzten zwei Jahren drei Konzerte der Band in Ostwestfalen-Lippe und im Landkreis Schaumburg – teilweise mit Verweis auf vermeintliche „Privatveranstaltungen“ – ungestört stattfinden lassen und so der extremen Rechten störungs- und protestfreie Erlebnisräume, in denen sich die Szene festigen und vergrößern kann, organisiert.

Antifaschistische Initiativen riefen dazu auf, gegen das Event am 30. Juni, das letztendlich in Oberhausen stattgefunden hat, zu protestieren und forderten die Polizei auf, das Konzert zu unterbinden.

„Danke für den schönen Konzertabend gestern in Oberhausen. Egal was die Antifabehörden gegen uns auffahren, wir finden immer einen Weg live zu spielen“, meldete „Kategorie C“ am 1. Juli 2012 im Internet. Diese Aussage stimmt schon nicht für die Vergangenheit, für die Zukunft sollte dieser und anderen Bands der extremen Rechten weiterhin Steine in den Weg gelegt werden.

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Der Neonazi-Barde Frank Rennicke hatte am Freitagabend einen Auftritt in Oberhausen

Zu Gast war er dort beim örtlichen NPD-Kreisverband. Der hat zwar kommunalpolitisch wenig zu bieten – bei der Kommunalwahl 2009 trat die Oberhausener NPD unter der Führung von Wolfgang Duda nur bei der Wahl zur Bezirksvertretung Alt-Oberhausen und mit einem Direktkandidaten zur Stadtratswahl an –, organisiert aber regelmäßige Saalveranstaltungen mit in der Szene bekannten Referenten.

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NPD-Schiedsgerichts-Vize aus dem Ruhrgebiet

OBERHAUSEN/BERLIN – Im Bundesvorstand der NPD ist ihr nordrhein-westfälischer Landesverband zwar nicht mehr mit einem stimmberechtigten Mitglied vertreten* – ganz ohne Einfluss auf der höchsten Ebene der Partei sind die NPDler aus NRW jedoch nicht: Manfred Aengenvoort aus Oberhausen gehört erneut dem Bundesschiedsgericht der Partei an.

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Ungestörte Naziparty in Oberhausen

gefunden auf indymedia

„Wie bereits auf zahlreichen Blogs engagierter AntifaschistInnen (u.A. siehe hier: http://oireszene.blogsport.de/2012/01/02/nsbm-konzert-am-6-1-2012-in-oberhausen-nrw/) seit dem Jahreswechsel angekündigt wurde, fand am gestrigen Tage ein Nazi-Gig mit der Szenegröße „Nargaroth“ statt.
Die Veranstaltung konnte inmitten des Oberhausener Zentrums im Rock- und Metalpub „HELVETE“ abgehalten werden. Dort konnten zahlreiche bekannte Duisburger, Wuppertaler und Dortmunder Nazigrößen ihrem braunen Idol Kanwulf, der das Soloprojekt mithilfe von Gastmusikern auf die Bühne bringen konnte, zujubeln.

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