Archiv für Januar 2013

Besser eine Kameradschaft gründen als Nazis blockieren

In Sachsen ist es – gemessen an den Urteilen – offenkundig besser, eine neonazistische kriminelle Vereinigung zu gründen, als Neonazis zu blockieren.

Ein Kommentar von Katharina König

Zwei Gerichtsverfahren fanden am gestrigen Mittwoch in Dresden statt. Eines am Amtsgericht, ein weiteres am Landgericht. Während am Amtsgericht Dresden ein 36-jähriger Antifaschist aufgrund der Proteste gegen einen der größten Neonazi-Aufmärsche im Jahr
Bei der „Kameradschaft Sturm 34″ beschlagnahmtes Material

Bei der “Kameradschaft Sturm 34″ beschlagnahmtes Material

2011 in Dresden zu einem Jahr und zehn Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt wurde, bestätigte das Landgericht Dresden eine Verurteilung von fünf Rädelsführern der verbotenen Neonazi-Gruppierung Sturm 34 wegen schwerer Körperverletzung, Sachbeschädigung und Bildung einer kriminellen Vereinigung zu Bewährungs- und Geldstrafen.Der 36-jährige Berliner soll am 19. Februar 2011 per Megafon das Durchfließen einer Polizeikette koordiniert beziehungsweise dazu aufgefordert haben, was schließlich zu Verletzungen bei Polizeibeamten geführt habe. Richter Hans Hlavka verurteilte, obwohl weder Zeugen noch ein Polizeivideo den Angeklagten zweifelsfrei und eindeutig identifizieren konnten. Das Urteil wegen Körperverletzung, Beleidigung und besonders schwerem Landfriedensbruch zu einer Haftstrafe von 1 Jahr und 10 Monaten – ohne Bewährung – stellt einen neuen Höhepunkt sächsischen Justizverständnisses dar.

In Sachsen ist es – gemessen an den Urteilen – offenkundig besser, eine neonazistische kriminelle Vereinigung zu gründen, als Neonazis zu blockieren.

Quelle und weiter: Publikative

Herzlichen Glückwunsch

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In wenigen Tagen – am 15. Januar 2013 – erscheint die 50. Ausgabe der LOTTA – antifaschistische Zeiting aus NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen. Im folgenden dokumentieren wir vorab das Editorial und das Inhaltsverzeichnis. Inhaltlicher Schwerpunkt ist das Thema “20 Jahre Solinger Brandanschlag – 20 Jahre Abschaffung des Grundrechts auf Asyl”. Anlässlich der 50. Ausgabe wurde das Heft außerdem um einen 16-seitigen Einhefter erweitert.

Quelle und weiter: Lotta – Antifaschistische Zeitung

Die extreme Rechte in Essen – 2012

In ihrem aktuellen Jahresbericht über die extreme Rechte in Essen beschäftigt sich die Antifa Essen Z unter anderem mit den Aktivitäten der rechten Parteien im Landtagswahlkampf, der Eröffnung der NPD-Landeszentrale in Essen-Kray und der aktuellen Asylmissbrauchsdebatte. In einigen Wochen wird die Broschüre auch in gedruckter Form vorliegen.

Quelle und PDF: Antifa Essen Z