Archiv für Juli 2012

kaputt

sorry – wir sind zur zeit nicht zu erreichen

Solidarität mit dem Kampf der iranischen Oppositionellen in Bayern und NRW!

Seit dem 19. März protestieren Asylsuchende aus Iran in Würzburg mit einem Hungerstreik gegen die unwürdige und diskriminierende Behandlung von Flüchtlingen durch die deutschen Behörden. Nachdem sich die Proteste in der letzten Zeit auch auf andere bayerische Städte ausgeweitet hatten, haben sich seit dem 10. Juli nun auch einige nordrhein-westfälische Flüchtlinge mit einem Protestcamp in Düsseldorf dem Kampf der Würzburger Asylbewerber angeschlossen.

In ihren Pressemitteilungen fordern die bayerischen Hungerstreikenden die Abschaffung der Flüchtlingslager, ein Ende der Mangelversorgung durch Lebensmittelpakete und die Aufhebung der Residenzpflicht, die es ihnen verbietet, den Zuständigkeitsbereich ihrer Ausländerbehörde zu verlassen. Die Aktionen riefen ein breites Medienecho hervor und zeigten bereits erste Erfolge: Mehrere der protestierenden Iraner sind in den letzten Wochen nach teils jahrelanger Prüfung ihrer Asylanträge endlich als politische Flüchtlinge anerkannt worden.

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Alerta!-PE #1

Alerta!-Bündnis beginnt Mobilisierung gegen den Naziaufmarsch

Das Alerta!-Bündnis startet mit ersten Aktionen, unter anderem beim Antifascist Youth Festival in Oberhausen und Bochum Total, in die heiße Phase der Mobilisierung gegen den geplanten Aufmarsch sogenannter „Autonomer Nationalisten“. Alerta! ist ein Bündnis von antifaschistischen Gruppen aus Dortmund und ganz Nordrhein-Westfalen. Wie im letzten Jahr plant das Bündnis wirksame Aktivitäten gegen die alljährliche Nazidemonstration zum Antikriegstag.

Hierbei ist die Zielsetzung, den Aufmarsch in diesem Jahr zu verhindern. „Wir planen auch im kommenden September ein offensives Vorgehen gegen die Neonazi-Demonstration“, sagte Sonja Brünzels, die Pressesprecherin des Alerta!-Bündnisses. „Wir gehen davon aus, dass die Polizei wie bereits im letzten Jahr den Aufmarsch mit Gewalt durchsetzen will. Das wird uns jedoch nicht von Aktionen abhalten“, so Brünzels weiter. 2011 wurden Wasserwerfer und große Mengen an Pfefferspray gegen antifaschistische Demonstrant_innen eingesetzt.

Analog zu der erwarteten polizeilichen Repression forderte nun bereits die Dorstfelder CDU ein Verbot des in der Woche vor dem Aufmarsch geplanten Antifa-Camps. Sonja Brünzels zu der Forderung der CDU: „Der Schrei nach einem Verbot von missliebiger Rassismuskritik und praktischem Antifaschismus ist entlarvend für die CDU. Die Dortmunder Politik sollte sich schleunigst darüber klar werden, wer für sie im September das Problem darstellt.“

Das Alerta!-Bündnis wird seine Mobilisierung in den kommenden Wochen intensivieren und hofft den Nazis am 1. September möglichst unangenehme Stunden in Dortmund bereiten zu können.

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PM: Dortmunder Antifa-Bündnis kritisiert Behörden im Todesfall Ousman Sey

Am Morgen des 7. Juli 2012 starb der aus Gambia stammende Ousman Sey im Dortmunder Polizeigewahrsam. Das Dortmunder Antifa-Bündnis kritisiert den Umgang von Polizei und Behörden mit dem Fall.

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NPD NRW obdachlos?

Bochum – Jahrzehntelang konnte die nordrhein-westfälische NPD von ihrer Landesgeschäftsstelle in Bochum-Wattenscheid aus walten.
Damit ist jetzt Schluss.

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Kein Auftritt

Die Organisator_innen des Chris­to­pher Street Day in Duis­burg schei­nen zur Besin­nung gekom­men zu sein. Sie hat­ten zunächst die ver­schwö­rungs­ideo­lo­gi­sche Band „Die Band­breite” ange­kün­digt. Die Band ist vor allem bei „Trut­hern” und ande­ren Ver­schwö­rungs­fans beliebt, schließ­lich deu­tet sie die Ereig­nisse des 11. Sep­tem­ber 2001 um, in dem sie die musi­ka­li­sche Behaup­tung auf­stellt, dass die isla­mis­ti­schen Atten­tate doch auch durch ame­ri­ka­ni­sche Insti­tu­tio­nen ver­ur­sacht wor­den sein könn­ten. Außer­dem repro­du­ziert die Band zahl­rei­che wei­tere ver­schwö­rungs­ideo­lo­gi­sche Kon­strukte, vom Angriff auf Pearl Har­bour bis zur Umdeu­tung der Immun­schwä­che­krank­heit AIDS. Dabei beruft sich die Band auf den anti­se­mi­ti­schen Auto­ren Wolf­gang Eggert.

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Solikonzert

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Fang bei Dir selber an!?

[ein schon etwas älterer aber sehr guter text aus STRAßEN AUS ZUCKER # 5]

Von ungegessenen McDonald‘s-Burgern, ungetragenen H&M-Klamotten und ungebuchten Reisen oder: Warum es sich die Kritik daran oft zu einfach macht.

Es gibt einige Dauerbrenner an WG-Küchentischen, darunter sicher die Frage: Inwiefern kannst Du durch Dein individuelles Handeln die gesellschaftlichen Verhältnisse verändern? Hatte also z.B. Michael Jackson Recht, wenn er sang: „I am starting with the man in the mirror“? Meist sehen die Diskussionen hierzu so aus, dass jede Seite gegen die andere endlos Recht zu behalten scheint und letztendlich jede_r denkt: „Selber doof“. Viele Leute, die sich irgendwann über mehr oder minder verschlungene Wege in der Linken wieder finden, dürften ihr Politisch-Sein mit dem Hinterfragen des eigenen Verhaltens, meistens im weiteren Sinne in Fragen des Konsums, begonnen haben. Ob es der Boykott von McDonald‘s-Restaurants, H&M-Klamotten oder Coca-Cola, die Verweigerung der Nutzung tierischer Produkte, die Ablehnung von bestimmten Reisezielen und Verkehrsmitteln oder der Kauf von TransFair-Produkten ist oder war: Gemein ist diesen Dingen der Versuch, einen als schlecht erkannten Zustand durch eigenes Handeln zu verändern.
Dagegen gibt es eine Kritik, die in etwa so geht: It‘s the system, stupid! Wer individuell was an seinem Verhalten ändern wolle, hege Illusionen und im besten Fall sei es nur ein Tropfen auf den heißen Stein, also sinnlos. Und irgendwann fällt der (bei Adorno übrigens etwas anderes meinende) Satz: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“ Versuche, die darauf abzielen im Hier und Jetzt schon Leid zu mindern, werden dann oftmals als bloße Wohltätigkeit diffamiert. Doch so sehr wir das Urteil teilen, dass das Leiden hier meist ein gesellschaftlich produziertes ist, das nur durch ein radikales Programm der Abschaffungen verschwinden wird, so sehr macht es sich die obige Kritik unserer Meinung nach zu einfach.

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Antifascist Youth Festival: Vortrag, Ausstellung und Konzert

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ab 18 uhr im Druckluft Oberhausen

Vortrag: Anarchismus in Belarus
Im Rahmen unseres Antifascist Youth Festivals werden Anarchst*innen aus Belarus über die politische Situation, die anarchistische Bewegung, die aktuelle Lage und die zunehmende Repression durch das Lukaschenko-Regime erzählen. Die Veranstaltung wird übersetzt, es werden Bildmaterial und Videos gezeigt. Anschließend stellen sich die GenossInnen aus Belarus euren Fragen und es gibt die Möglichkeit zur Diskussion.

Konzert: Lenkin.Hop
Die belarussische Anarcho-Rapperin Lenkin.Hop wird einige ihrer Songs auf der Festival-Bühne präsentieren. In ihren Texten über ihren (politischen) Alltag in Belarus treffen Lyrik und Wut aufeinander. Für die russischsprachigen Texte wird eine Übersetzung in das Konzert integriert.

Ausstellung: Antifa und Repression in Russland
Auf mehreren Stelltafeln wird die Geschichte von Repression, Gewalt und Morden anschaulich gemacht, unter denen die russische Antifa-Bewegung schon seit Jahren zu leiden hat.

Mit dem Überschuss des Festivals wollen wir die GenossInnen aus der russischen Antifa-Szene unterstützen.

Oberhausener Polizei ermittelt wegen Fremdenfeindlichkeit gegen Kollegen

Mit vermeintlich fremdenfeindlichen Kommentaren im Netz hat sich ein Oberhausener Polizist großen Ärger eingehandelt. Die Polizei ermittelt nun gegen den eigenen Kollegen, der Staatsanwalt prüft und es wird gerätselt, was der Mann wo geschrieben hat – denn die Polizei möchte keine Details verraten.

Ein Oberhausener Polizist hat sich mit vermeintlich fremdenfeindlichen Kommentaren, die er während des EM-Finales zwischen Italien und Spanien ins Internet geschrieben hat, mächtig Ärger eingehandelt.

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Migranten fühlen sich von Oberhausener Polizist in ihrer Ehre gekränkt

zum Thema:
Rassismus: Erneut Hetze gegen Schwarze in Polizei-Kalender

Rassistische Kalendermotive sind in deutschen Polizeistuben offenbar keine Seltenheit. Ein jetzt aufgetauchter Kalender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) jedenfalls lässt ein zweifelhaftes Menschenbild einiger Polizeibeamter vermuten. Die Motive, die “Welt Online” vorliegen, sind unverhohlen rassistisch, frauen- und homosexuellenfeindlich.

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