Archiv für September 2011

HNG verboten – Zwei Durchsuchungen in NRW

Das Bundesinnenministerium hat heute die neonazistische „Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige e. V.“ (HNG) verboten. Zu Hausdurchsuchungen waren Polizeibeamte am Morgen auch bei der Vorsitzenden der HNG, der Bochumerin Daniela Wegener, sowie bei ihrem Stellvertreter Christian Malcoci in Grevenbroich angerückt.

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Proteste gegen den Papst

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Dortmund: NS-Opfer vom Amt schikaniert

Claire Rosenberg, 87-jährige US-Bürgerin, geboren in Deutschland, möchte ein Bleiberecht in der Bundesrepublik, was ihr bislang verweigert wird.

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„Antisemitismus – Entstehung und aktuelle Erscheinungsformen“

Veranstaltung am 20. September:

Antisemitismus ist wohl das älteste Ressentiment der Menschheitsgeschichte. Ausgehend von einem christlich motivierten Antijudaismus entwickelte sich antisemitische Ideologie immer weiter und fand bisher ihren negativen Höhepunkt in der Ermordung von sechs Millionen Juden und Jüdinnen. Doch dies bedeutet keineswegs, dass Antisemitismus nicht mehr existieren würde, im Gegenteil: Antisemitismus hat sich modernisiert und findet sich heute in fast allen Teilen der Gesellschaft wieder. So behauptet zum Beispiel laut einer Studie jeder fünfte Deutsche, „dass die Juden in Deutschland zu viel Einfluss hätten“. Neben der offen artikulierten Judenfeindschaft lässt sich der moderne Antisemitismus verschiedenen Diskursebenen zuordnen, sei es im Bezug auf Israel, im Zuge von Debatten um Geschichtspolitik oder in Verbindung mit Kritik an der kapitalistischen Gesellschaft. In dem Vortrag soll anhand der historischen Entstehungsgeschichte die Entwicklung des Antisemitismus bis hin zur Shoah aufgezeigt werden, sowie aktuelle Erscheinungsformen und Funktionsweisen von antisemitischem Denken erläutert werden.

Der Referent ist in der Antifaschistischen Union Dortmund aktiv.

20.09.2011 | 19:30 Uhr | Auslandsgesellschaft NRW
Steinstraße 48 (direkt am Nordausgang des HBF)

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Der Pappnasen-Prozess

Am Freitag, den 7.10.2011 um 9.30 Uhr im Amtsgericht Dortmund steht ein Antirassist vor Gericht, weil er bei einer rassistischen Personenkontrolle durch vier Bundespolizisten eingeschritten ist. Die Kritik haben die Polizisten nicht ertragen wollen, und so verdrehen sie jetzt seine Worte so, dass sie ihm eine Beleidigung anhängen können. Dabei waren sie äusserst kreativ: „Pappnasen“, „Hampelmänner des Staates“ und „Rassisten“ wollen sie genannt sein. Als Belohnung für diese Kreativität wollen sie jetzt 600 Euro, welche aus dem nicht vorhandenen Geldbeutel des Aktivisten bezahlt werden soll.

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IMAGINE THERE‘S NO DEUTSCHLAND

BÜNDNIS-AUFRUF
Gegen Deutsch­land. Immer noch, Immer wie­der!

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„Elvis Crashed the Towers – Zur Kritik von Verschwörungstheorien“

Vortrag & Diskussion mit FLORIAN HESSEL (Bochum)

Nachdem am 2. Mai 2011 der Tod Osama bin Ladens durch ein Spezialkommando der US-Army bekannt wurde, dauerte es nur wenige Stunden bis erste Stimmen dies in Zweifel zogen: bin Laden sei schon seit Jahren tot, vielleicht habe es ihn nie gegeben oder er lebe schon lange unter falscher Identität als Biker in Florida. Seit zehn Jahre zuvor, am 11. September 2001 vier von Selbstmordattentätern gekaperte Flugzeuge etwa 3.000 Menschen unter den Trümmern des New Yorker World Trade Centers und des Pentagons in Washington begraben hatten, stand bin Laden als Repräsentant des verantwortlichen islamistischen Terror-Netzwerkes al-Qaida im Fokus des Interesses. Seine Beteiligung und die Ereignisse von 9/11 insgesamt wurden zum Kristallisationspunkt des von linken Globalisierungskritikern über den europäischen Mainstream bis hin zu rechtsextremen Milizenführern gleichermaßen vertretenen, größten Verschwörungsmythen-Komplexes seit der Erfindung der »Protokolle der Weisen von Zion«: die Anschläge seien durch die Regierung der Vereinigten Staaten wissentlich geduldet, selbst durchgeführt, durch Sprengungen, Logistik etc. unterstützt worden oder eine glatte Lüge. Sie seien nichts als ein zynischer Vorwand zur kriegerischen Unterwerfung der Völker der Welt unter das ökonomische, politische und kulturelle Diktat Amerikas…
Vor dem Hintergrund der Rezeption der Anschläge vom 11.9.2001 bis hin zum Tod bin Ladens wird die Veranstaltung Hinweise auf die Geschichte, Struktur und Funktion von Verschwörungsmythen geben. Weniger deren vorgeblicher Gehalt an Fakten soll dabei im Mittelpunkt stehen als ihre Form der Erklärung von Elementen oder gar des Ganzen gegenwärtiger Gesellschaft. Warum und wie die paranoide Wahrnehmung Wirkungsmacht entfalten kann, darüber wird versucht werden kritisch Aufklärung zu leisten.

Donnerstag, 15. September 2011, 20:00, Druckluft
, Am Förderturm 27, Oberhausen
Eintritt frei

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„Am deutschen Wesen …“

Rund 750 Neonazis marschierten beim „Nationalen Antikriegstag“ in Dortmund auf – die Veranstaltung entpuppte sich als ein deutliches Bekenntnis zum Dritten Reich.

Sein Großvater Raoul Nahrath war Chef der Wiking-Jugend, sein Vater Wolfgang ebenso. Er selbst, Wolfram Nahrath, führte die braune Jugendorganisation, bis sie 1994 wegen ihrer Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus verboten wurde. 17 Jahre später steht Wolfram Nahrath auf der zur Bühne umfunktionierten Ladefläche eines Lastwagens und zeigt, dass er nichts verlernt hat. „Deutsche Männer und Frauen, Männer und Frauen in den artverwandten Ländern in Europa und der Welt!“, schreit er zur Begrüßung ins Mikrofon. Nahrath, Endvierziger und Rechtsanwalt aus Berlin, ist Hauptredner des Aufmarschs Dortmunder Rechts-„Autonomer“ zu ihrem mittlerweile siebten „Nationalen Antikriegstag“.

Mehr als 750 Neonazis sind am ersten Samstag im September in die Ruhrgebietsstadt gekommen. Erstmals seit 2008 können sie wieder durch die Straßen ziehen. Zwei Jahre lang mussten sie sich mit Kundgebungen auf einem abgelegenen Parkplatz bescheiden. Großräumig hat die Polizei mit einem Aufgebot, das die Stadt noch nicht gesehen hat, ein ganzes Quartier nordwestlich des Hauptbahnhofs abgesperrt. Die rund 10.000 Gegendemonstranten müssen sich anderswo in der Stadt treffen. Die Ankündigung mehrerer Gruppen, den Neonazis durch Blockaden den Weg versperren zu wollen, bleibt letztlich ohne Erfolg.

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Alerta!-PE #8_Erfolgreiche Proteste behindern Naziaufmarsch!

Mehrere tausend Antifaschisten sind in verschieden großen Gruppen unterwegs und führen entschlossene Aktionen durch, um den Naziaufmarsch zu behindern! Aufgrund der Proteste und Blockaden müssen die Nazis eine Änderung ihrer Route hinnehmen. Die Polizei geht mit Gewalt gegen Antifaschisten vor.

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DO: Tiefbraun – und für verbotene Symbole ein Pflaster

DORTMUND – Mehr als 200 Neonazis sind bester Stimmung. Versammlungsleiter Christian Worch fordert sie auf, doch noch einmal kräftig die Fahnen zu schwenken, während die heimische Rechtsrockband „Oidoxie“ auf der Ladefläche eines Lastwagen steht und das vorletzte Lied des Abends anstimmt. Die Kameraden tun wie befohlen, schwenken Schwarz-Weiß-Rot. Zwei von ihnen sind sogar mit ihren Fahnen aufs Dach des Lkw geklettert, während eine Etage tiefer „Oidoxie“-Sänger Marko Gottschalk „Kameradschaft ist nicht nur ein Wort“ anstimmt: Dortmund am Abend vor der Demonstration von Neonazis zum „Nationalen Antikriegstag“. Sie fühlen sich wohl in dieser Stunde und an diesem Ort.

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