Dem Israel-Hass entgegentreten

Duisburg: VHS lässt doch Veranstaltung gegen Antisemitismus zu

Das Bündnis gegen Antisemitismus (BgA) an der Uni Duisburg-Essen gibt es bereits seit drei Jahren. Seitdem in der Stadt eine Debatte über israel­feindliche Aktivitäten entbrannt ist, steht es vermehrt in der Öffentlichkeit. Der Vorwurf, den die AktivistInnen formulieren: Der offene Hass auf Israel und anti-emanzipatorische Übergriffe seien keine bedauernswerten Einzelfälle, sondern Teil des politischen Alltags in der Stadt.

Immerhin: Die für den 5. Oktober 2011 geplante Veranstaltung ‚Das Problem heißt Antisemitismus. Duisburg, die Linke und die Israelkritik‘ darf nun doch im Internationalen Zentrum der Volkshochschule Duisburg stattfinden. Das Bündnis hatte die VHS wegen eines Raumes angefragt, welcher ihnen auch zuerst zugesagt wurde. Kurz darauf wurden sie wieder ausgeladen. „Besonders geschockt waren wir, da offen antisemitische Veranstaltungen wie die Buchvorstellung ‚Bedingungslos für Israel‘ vom Fraktionsvorsitzenden der Linken in Duisburg Hermann Dierkes stattfinden dürfen“, so ein Sprecher des Bündnisses gegenüber der bsz. Erst nach einem offenen Brief an den Leiter der VHS und nach öffentlichen Protesten lenkten Stadt und Volkshochschule ein und nahmen die Absage zurück.

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