Archiv für August 2011

Dem Israel-Hass entgegentreten

Duisburg: VHS lässt doch Veranstaltung gegen Antisemitismus zu

Das Bündnis gegen Antisemitismus (BgA) an der Uni Duisburg-Essen gibt es bereits seit drei Jahren. Seitdem in der Stadt eine Debatte über israel­feindliche Aktivitäten entbrannt ist, steht es vermehrt in der Öffentlichkeit. Der Vorwurf, den die AktivistInnen formulieren: Der offene Hass auf Israel und anti-emanzipatorische Übergriffe seien keine bedauernswerten Einzelfälle, sondern Teil des politischen Alltags in der Stadt.

Immerhin: Die für den 5. Oktober 2011 geplante Veranstaltung ‚Das Problem heißt Antisemitismus. Duisburg, die Linke und die Israelkritik‘ darf nun doch im Internationalen Zentrum der Volkshochschule Duisburg stattfinden. Das Bündnis hatte die VHS wegen eines Raumes angefragt, welcher ihnen auch zuerst zugesagt wurde. Kurz darauf wurden sie wieder ausgeladen. „Besonders geschockt waren wir, da offen antisemitische Veranstaltungen wie die Buchvorstellung ‚Bedingungslos für Israel‘ vom Fraktionsvorsitzenden der Linken in Duisburg Hermann Dierkes stattfinden dürfen“, so ein Sprecher des Bündnisses gegenüber der bsz. Erst nach einem offenen Brief an den Leiter der VHS und nach öffentlichen Protesten lenkten Stadt und Volkshochschule ein und nahmen die Absage zurück.

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PROTESTE GEGEN DEN AL QUDS-TAG IN BERLIN

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Mit verschiedenen Aktionen hat ein antifaschistisches Bündnis aus Berlin über den Al Quds-Tag informiert und dagegen protestiert. Neben Info- und Mobilisierungsveranstaltungen gab es eine antifaschistische Demonstration und eine Infobroschüre.

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In bester Gesellschaft

Der Aachener Friedenspreis distanziert sich zunächst von den antisemitischen Hetztiraden seines Preisträgers Walter Herrmann, die dieser täglich auf seiner „Klagemauer“ am Kölner Dom präsentiert; nach internen Streitigkeiten spricht man ihm dann allerdings doch die Solidarität aus. Das ist gleichwohl nicht verwunderlich, tummeln sich unter den Preisträgern doch auch weitere Agitatoren, die mit Herrmann einen obsessiven und verzerrenden Blick auf den Nahostkonflikt teilen.

VON DER ASSOZIATION GEGEN ANTISEMITISMUS UND ISRAELFEINDSCHAFT NRW

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Aufruf

Aufruf zur linksradikalen Vorabenddemonstration des Dortmunder Antifa-Bündnisses zum Antikriegstag 2011 in Dortmund

Info-Update zur linksradikalen Vorabenddemonstration

Für den 2. September ruft das Dortmunder Antifa-Bündnis (DAB) unter dem Motto “Gegen Rassismus, Antisemitismus und Antiamerikanismus! Für eine befreite Gesellschaft!” zu einer linksradikalen Vorabenddemonstration auf. Auch die Dortmunder Neonazis mobilisieren zu einer Demonstration in der südlichen Innenstadt, bei der sie ähnlich wie im letzten Jahr bei ihren Zwischenkundgebungen zwei Rechtsrock-Bands spielen lassen wollen.

02.09.2011 | 17.30 Uhr | Auftakt: Kampstraße (gegenüber des U-Turms)

Wir haben nun konkretere Planungen, mit denen wir hoffen, beiden Ansprüchen gerecht zu werden: Zum einen unsere inhaltliche linksradikale Demonstration durchzuführen und zum anderen die Möglichkeit zu haben, die Veranstaltung der Neonazis zu stören, wenn nicht gleich zu verhindern.

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Infoveranstaltung zu den Gegenaktivitäten des »Antikriegstag« am 02. und 03. September in Dortmund

Seit 2005 mobilisieren die Dortmunder Neonazis jährlich zum sogenannten »Nationalen Antikriegstag« in die Ruhrmetropole, so auch für den 03. September 2011. Der Dortmunder Aufmarsch hat sich zu einem der wichtigsten Events der Neonazi-Szene entwickelt. Hinter der extrem rechten »Antikriegsrethorik« verbirgt sich ein völkisches, antisemitisches, rassistisches und eindeutig den Nationalsozialismus verherrlichendes Weltbild. Nicht umsonst heißt die Parole der Neonazis: »Nie wieder Krieg nach unserem Sieg«.
In den letzten beiden Jahren konnten die Neonazis ihren Aufmarsch nicht wie geplant durchführen, da ihnen von der Polizei lediglich eine stationäre Kundgebung genehmigt wurde. Doch in diesem Jahr ist davon auszugehen, dass die Neonazis wieder marschieren dürfen.

Im Rahmen der Veranstaltung wird ein Referent des Alerta! Bündnisses über die Neonazis-Szene in Dortmund, den Aufmarsch im September und die geplanten antifaschistischen Gegenaktivitäten informieren.

30. Aug. 2011 · 19.00 | »Informationsveranstaltung gegen den Naziaufmarsch am 03. Sep. in Dortmund«
*Bollwerk 107, Homberger Str. 107, 47441 Moers

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Veranstaltung: Das Problem heißt Antisemitismus. Duisburg, die Linke und die „Israelkritik“.

Gibt es in der Linkspartei Antisemitismus? Mit einem schlichten „Nein“ antwortete Gregor Gysi noch im Juni auf diese Frage. Da war die Debatte um den ausgeprägten Antizionismus in seiner Partei – nach Boykottaktionen einzelner Kreisverbände und der Veröffentlichung der jüngsten wissenschaftlichen Studie zur Israelfeindschaft in der Linkspartei – auf dem Höhepunkt. Sein „Nein“ spiegelt auch die mehrheitliche Meinung in der bundesdeutschen Linken nach 1945 wider, die sich stets von jedem Verdacht freisprach, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Indess bewegte sich ihre Haltung zu Israel zwischen der offenen Unterstützung seiner Feinde einerseits und einer wohlfeilen, vermeintlich pazifistischen „Israelkritik“ andererseits – beides aus einem völlig falsch verstandenen Antifaschismus heraus: Verpflichte doch gerade Auschwitz die Deutschen dazu, „Israel mit Lob und Tadel moralisch beizustehen, damit das Opfer nicht rückfällig werde“, wie der Publizist Wolfgang Pohrt einst treffend analysierte.

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Bundesweites Szene-Event

Dortmunder Neonazis haben die „heiße Phase der Mobilisierung“ für den „Nationalen Antikriegstag“ gestartet. Über tausend Teilnehmer sollen am 3. September in der Ruhrgebietsstadt aufmarschieren.

Wer will, kann die Vorbereitungen Dortmunder Neonazis für ihren „Nationalen Antikriegstag“ praktisch rund um die Uhr verfolgen. Per Twitter. Tagsüber wird dort zuverlässig berichtet, wo sie gerade einen Infostand aufgestellt haben oder die Stadt von „linker Propaganda befreien“. Des Nachts werden Bilder ihrer Plakatieraktionen im Schutze der Dunkelheit veröffentlicht. Und auch Tipps für die Klebetrupps, welche Ecken der Stadt sie besser im Augenblick meiden sollten, gibt es: „Der Abend ist jung und die Zivis stehen in Dorstfeld an der Wittener Str. / Ecke Hartweg. silberner VW, UN-VP-****“.

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http://noalquds.blogsport.de/images/plakat_2011_web.jpg

Die Verschwörungstheorien des Xavier Naidoo

Wenn Xa­vier Nai­doo auf ir­gend­ei­nem x-​be­lie­bie­gen Ra­dio­sen­der „Alles kann bes­ser wer­den“ plärrt, kämen die ab­ge­neig­ten Hö­rer_in­nen, die ent­nervt um­schal­ten, wahr­schein­lich nicht auf die Idee, dass Nai­doo – neben ra­di­ka­ler Re­li­giö­si­tät – auch ein­schlä­gi­ge Ver­schwö­rungs­theo­ri­en pro­pa­giert. Das be­trifft bei­spiels­wei­se die Deu­tung des 11. Sep­tem­ber 2001: In sei­nem Lied „Gold­waa­gen“, das auf dem Album „Alles kann bes­ser wer­den“ er­schie­nen ist, re­pro­du­ziert Nai­doo be­kann­te Ver­schwö­rungs­theo­ri­en, vom 11. Sep­tem­ber 2001 bis zu den An­schlä­gen von Lon­don und Mad­rid: „9/11, Lon­don und Mad­rid, jeder weiß dass Al Qaida nur die CIA ist“, be­haup­tet Nai­doo in die­sem Song. „World Trade Cen­ter Nr. 7, warum ist von dem Ge­bäu­de nichts mehr übrig ge­blie­ben“, fragt er wei­ter.

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Veranstaltungshinweis
Donnerstag, 15. September 2011, 20:00 Uhr,
ELVIS CRASHED THE TOWERS
ZUR KRITIK VON VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN
Florian Hessel (Bochum)
Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen
Quelle