Archiv für Juli 2011

„Noch mehr Gewalt wird folgen“

48 Stunden nach den Anschlägen in Norwegen macht sich ein kleines Trüppchen von Neonazis aus Oberhausen an Erklärungs- und Rechtfertigungsversuche. Sie bedienen sich dabei eines über weite Strecken wirr klingenden Textes, den sie von einem rassistischen Hetz-Blog übernahmen und auf ihrer Internetseite veröffentlichten. „Als der einzig offene Weg“ der Szene bleibe „nur Gewalt“, schreibt der Autor.

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Sa. 30. Juli, Köln: Nazi-Kundgebung verhindern!

Für diesen Samstag rufen kameradschaftlich organisierte Faschist_innen konspirativ zu einer angemeldeten aber öffentlich nicht bekanntgegebenen Kundgebung für Wiedereinführung der Todesstrafe auf, die ab 15 Uhr auf der Domplatte abgehalten werden soll. Trotz offizieller Anmeldung ist von Seiten der Bullen dazu nichts veröffentlicht worden. Anscheinend versuchen sowohl Bullen als auch Nazis so antifaschistische Gegenaktionen zu vermeiden. Diese neue und produktive Zusammenarbeit und ihre Folgen konnte bereits in Berlin-Kreuzberg bestaunt werden, als unteranderem Nazis ungehindert von ihren Bodyguarts in Grün zahlreiche Antifaschist_innen krankenhausreif schlugen.

http://www.no-racism.de/wp-content/uploads/2011/07/plakat-353x500.jpg Quelle und weiter

Antifa-Camp 2011 im Ruhrgebiet

Oberhausen, 03. – 07.08

Bereits zum elften Mal findet in diesem Jahr das Antifacamp in Oberhausen statt. Auf dem Gelände des mittlerweile komplett renovierten und umgebauten Kulturzentrums Druckluft bieten wir euch neben Vorträgen, Seminaren, Workshops und Diskussionen in gewohnter Spitzenqualität auch wieder Übernachtungsmöglichkeiten, vegane Vollverpflegung und ein kulturelles Rahmenprogramm.

Antifaschismus heißt für uns nicht nur, gegen Nazis zu sein, sondern auch, die herrschenden Verhältnisse, die aus sich heraus immer wieder faschistische Tendenzen hervorbringen, radikal zu kritisieren. Daher reicht die Palette der Veranstaltungen auch in diesem Jahr wieder von praktischen Tipps und Tricks für den antifaschistischen Alltag über Einführungsveranstaltungen zu den verschiedensten Bereichen linksradikaler Gesellschaftskritik bis hin zu Vorträgen und Diskussionen zu aktuellen Debatten und traditionellen Streitfragen der kommunistischen Linken.

Der Teilnahmebeitrag liegt bei 20,00 €. Schlafsack und Isomatte solltet ihr selbst mitbringen, für alles andere ist gesorgt. Das vorläufige Programm und alle weiteren wichtigen Infos findet ihr frühzeitig auf unserer Website.

Quelle

http://noalquds.blogsport.de/images/headers/header_2011.jpg

Aus der WAZ

Linke Liste begehrt auf gegen Rechtsextremismus in Oberhausen
In der Kneipe „Melody“ hörten nach Angaben der Polizei Oberhausen rund 200 der rechten Szene zuzuordnende Jugendliche und Erwachsene Anfang Juli der Band Kategorie C „Hungrige Wölfe“ zu. Die Linke fordert, solche Konzerte zu verhindern.

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Braune Umweltfreundin referierte bei der NPD

OBERHAUSEN – Die Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck war am Freitagabend bei einer Vortragsveranstaltung der Oberhausener NPD zu Gast. Diesmal ging es der ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden des verbotenen „Vereins zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten“ (VRBHV) aber offenbar nicht darum, den Völkermord an den europäischen Juden zu leugnen. Statt dessen deutete sie die Geschichte in anderer Hinsicht um: Die Nationalsozialisten waren die wahren Umweltschützer.

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Heul doch

Unter der Überschrift „Verpaßte Möglichkeiten“ zählt der Autor, nennen wir ihn mal Wolfgang, auf was alles in Oberhausen möglich gewesen wäre, wenn die „Rechte“ nicht so doof gewesen wären, wie sie nun mal ist.

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Verpaßte Möglichkeit

Vor 20 Jahren, am 20. Juli 1991, sollte in der Gaststätte „Ostentor“ an der Mülheimer Straße die „Deutsche Liste Oberhausen“ gegründet werden.
In Vorgesprächen hatten sich Funktionsträger der NPD, der Republikaner und anderer Organisationen darauf geeinigt eine Dachorganisation zu schaffen mit deren Hilfe man gemeinsam zur nächsten Kommunalwahl antreten wolle.
Noch am Abend der beabsichtigten Gründung mußten die Funktionäre der „Republikaner“ auf Druck ihres Bundesvorstands absagen.
Die „Deutsche Liste Oberhausen“ blieb ein Planspiel.
Die „Rechte“ erwies sich als unfähig den Weg den ihr die Linke vorgezeichnet hatte zu gehen. (Bunte Liste Oberhausen, Die Grünen, Linke Liste)
Inzwischen ist die Organisation der Republikaner vor Ort schon vor Jahren zusammengebrochen. Auch die Schill-Partei zu etablieren, wurde zum Fiasko. Der Versuch, der pro – Bewegung, Strukturen aufzubauen ist zweimal gescheitert. Die örtliche Filiale der Statt – Partei Geschichte!
Seit mehr als 45 Jahren ununterbrochen am Ball ist nur die NPD.

Quelle: NPD Oberhausen
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http://www.gymnic.com/3t-data/fckEditor/image/RITMIC%20BALLS/FOTO-ESERCIZI.jpg
[Anm. d. Red. – so stellen wir uns das vor wenn die NPD schreibt sie ist seit mehr als 45 Jahren am Ball – die Frau gehört nicht der NPD Oberhausen an]

Frei.Wild GbR vs. Frei Schnauze!

http://freischnauze.bplaced.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/FS_Politcore.jpg

Am 06.07.2011 erreichte uns – Frei Schnauze! (Politcore/Berlin) – ein Schreiben der Frei.Wild GbR. Um genauer zu sein eine Abmahnung bzgl. eines unserer T-Shirt-Motive (siehe oben). Im Speziellen wirft man uns die “unberechtigte Nutzung von Markenrechten” vor und weist uns auf “umfassende Unterlassungs-, Auskunfts- und Schadensansprüche” hin. Im Klartext bedeutet das “die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung”. Um es noch einfacher zu machen: Zahlen, sonst Beule! Bei “einem Streitwert in Höhe von 75.000 €”, einer Frist (unter Androhung einer gerichtlichen Auseinandersetzung) von sage und schreibe 2(!) Tagen und einer Zahlungsaufforderung “bis zum Freitag, den 15.07.2011″ (also 9 Tagen), scheint man sich erst so richtig warm gelaufen zu haben. Der erotische Akt folgt nämlich erst jetzt: Nackt machen! Die Frei.Wild GbR stellt an uns neben den bereits benannten Posten zusätzlich die Forderung nach Offenlegung aller mit dem Verkauf des Shirts beteiligten Personen und Institutionen: “Insbesondere Auftraggeber, Käufer, Werbepartner, sonstige Multiplikatoren”. Und weil der Teufel immer auf den größten Haufen scheißt, empfiehlt es sich an dieser Stelle wie selbstverständlich zusätzlich auch noch die mit rund 1.500 € betitelten Anwaltskosten als stolz wehendes Fähnchen selbigem Haufen als Krone aufzusetzen. Die restlichen 5 Seiten anwaltliches Schreiben ersparen wir euch an dieser Stelle lieber!

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Lotta # 44 erschienen

http://2.bp.blogspot.com/-sTpbdZevrZw/ThtaUKWIRrI/AAAAAAAACBU/Y4sGSRWHCt0/s1600/Lotta%2BJuli%2B2011-210.tif

Schwerpunkt:
Opferperspektiven – Rechte Gewalt und deren Opfer

außerdem:
NPD Hessen, Interview mit Beate Klarsfeld, Situation der Roma in der Dortmunder Nordstadt
uvm.

Alle Jahre wieder: Rechtsextreme Waren auf dem “Wave-Gotik-Treffen“

Seit 1992 trifft sich die Gothic-Szene alljährlich an Pfingsten zum WGT in Leipzig. Seit einigen Jahren wird der Veranstalter des WGTs, die “Treffen & Festspielgesellschaft für Mitteldeutschland mbH“, von Teilen der Szene kritisiert, weil sich ein rechtslastiger Verlag im Rahmen des Festivals mit einem Verkaufsstand präsentieren darf. Auch in diesem Jahr durfte der Produktanbieter “Verlag und Agentur Werner Symanek“ (VAWS) seine zum Teil rechtsextremen Waren feilbieten.

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