Antifascist Youth Festival

Solidarität mit den antifaschistischen AktivistInnen in Russland!

Die rassistisch nationalistische Szene und deren Gewalttaten nehmen in Russland in den letzten Jahren stetig und zugleich massiv zu. Neofaschistische AktivistInnen und Gruppen können in Russland nahezu ungehindert in der Öffentlichkeit agieren. Im Zuge der fortschreitenden Verbreitung eines russozentristischen, nationalistischen Weltbildes finden diese Gruppen immer mehr Gehör und Beifall. Das kollektive Feindbild waren dabei bisher in erster Linie Menschen, denen eine kaukasische, zentralasiatische, asiatische oder afrikanische Herkunft zugeschrieben wird. Der politische Hintergrund rassistisch motivierter Übergriffe wird in der russischen Öffentlichkeit kaum thematisiert. Antifaschistische AktivistInnen, Menschenrechtsorganisationen und auch JournalistInnen, die sich gegen rechte Gewalt einsetzen und sich mit Kampagnen- und Projektarbeit für die Wahrung der Menschen- und Bürgerrechte einsetzen, werden von staatlichen Stellen in ihrer Arbeit behindert und ebenfalls von rechten Gruppen bedroht. Politisches und soziales Engagement ist in Russland also erheblich erschwert und es gibt kaum Möglichkeiten, Infrastruktur aufzubauen und zu bewahren. So ist es beispielsweise nicht möglich, einen festen Ort für Veranstaltungen und Gruppendiskussionen zu etablieren, an dem sich auch Interessierte mit Informationen versorgen können, da die Gefahr neonazistischer Überfälle auf einen solchen Ort als zu groß eingeschätzt wird. Es ist bereits schwierig, überhaupt Veranstaltungen zu organisieren, da potentielle VermieterInnen Angst vor Überfällen durch NeofaschistInnen haben. Auch von staatlicher Seite ist keine Hilfe zu erwarten. Vielmehr sind staatliche Repressionen gegen politisch und sozial engagierte Menschen an der Tagesordnung. Häufig werden sie durch willkürliche Anschuldigungen, Besuche, Verhöre und Strafen von Miliz, Staatsanwaltschaft und Geheimdienst unter Druck gesetzt, ohne rechtliche Basis verhaftet und verurteilt.

Und das Festival soll in diesem Sinne ein Soli-Konzert für diejenigen sein, die sich den rechten Strukturen in Russland zu Wehr setzen!
Wann:
28.Mai, ab 19 Uhr
Wo: Druckluft Oberhausen, Am Förderturm 27
Gruppen: Los Placebos, The Rebel Spell, Old Styles Best, My Terror, United Struggle, Punk-o-Mat
Eintritt: 8 €
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