Archiv für April 2011

Wolfgang Pohrt: »Gewalt & Politik«

Buchvorstellung & Diskussion
KLAUS BITTERMANN

Dreißig Jahre lang galt Wolfgang Pohrt als einer der avanciertesten Köpfe in der Linken. In insgesamt zwölf Büchern, in zahlreichen Artikeln, Glossen, Polemiken in fast allen Zeitungen der Republik gab er die Richtung an. Seine großen Themen waren der NS, die Friedensbewegung, der Serbienfeldzug, die Wiedervereinigung, die autoritäre Struktur der Deutschen und natürlich die Linke selbst. Die Leute, die sich von Pohrt auf den Schlips getreten fühlten, weil er ihre geheimen Beweggründe analysierte, ergäben ein beeindruckendes Who‘s who der beleidigten Leberwürste. Das Echo, das Pohrt hervorrief, war für einen freischaffenden Kritiker und Autor ungewöhnlich. An ihm schieden sich die intellektuellen Geister, ihn haßte die Meinungselite in Deutschland aufrichtig und von ganzem Herzen. Seit fünf Jahren ist Wolfgang Pohrt verstummt, eine ungewöhnliche Haltung, der man eine gewisse Bewunderung nicht entsagen kann angesichts derjenigen, die eine dürftige Idee ihr Laben lang auswalzen, ohne etwas wesentlich Neues hinzuzufügen.

Donnerstag, 5. Mai 2011, 20:00, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen
Eintritt frei

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Der Abgeordnete & die Verschwörungsrapper

Die Ab­ge­ord­ne­ten der Par­tei „Die Linke“ prak­ti­zie­ren ähn­li­che Ri­tua­le, wie die Ab­ge­ord­ne­ten der an­de­ren Par­tei­en. Hier gibt es jedes Jahr einen po­li­ti­schen Ascher­mitt­woch, bei dem die Ab­ge­ord­ne­ten ihre wit­zi­ge Seite zei­gen sol­len, was oft­mals in pein­li­chen Zoten enden kann. Zum „pep­pi­gen po­li­ti­schen Ascher­mitt­woch“ der Links­par­tei in Du­is­burg, die ge­ra­de durch ein an­ti­se­mi­ti­sches Flug­blatt auf sich auf­merk­sam mach­te, soll­te nicht nur der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Niema Mo­vas­sat, son­dern auch eine Band für Stim­mung sor­gen.

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Die Ver­schwö­rungs-​Band und ihr Ab­ge­ord­ne­ter Niema Mo­vas­sat („Die Linke“)

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Antisemiten in der Duisburger Linkspartei: Die Karawane zieht weiter…

Gestern haben wir berichtet, das ein antisemitsiches Flugblatt mit Links zu einer Internetseite, von der aus man sich Hitlers “Mein Kampf” herunterladen kann, auf dem Server der Linkspartei Duisburg lag. Politische Konsequenzen wird daraus niemand ziehen.

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Nazi-Hetze bei der Linkspartei

27. April 2011

Die Linkspartei in Duisburg hat in der beliebten Disziplin “Israel-Kritik” vorerst den Vogel abgeschossen. Dort wurde ein antisemitisches Flugblatt verbreitet, das die Herzen aller Juden-Feinde höher schlagen lassen dürfte. So prangt über der antisemitischen Schrift ein Davidstern, der mit einem Hakenkreuz verwachsen ist. Vor allem deutsche Antisemiten lieben es, Nazis und Juden gleichzusetzen. Dann folgt ein umfangreicher Text mit diversen antisemitischen Schauermärchen über Israel. Die judenfeindliche Hetze gipfelt in den Forderungen, den jüdischen Staat zu boykottieren sowie der “moralischen Erpressung durch den so genannten Holocaust” entgegen zu treten.

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reflexion
Ruhrbarone
kotzboy
campusblog

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Wir haben den Ortsverband Oberhausen und die LinkeListe Oberhausen um eine Stellungnahme gebeten. Das Ergebnis werden wir Euch mitteilen.
GEGEN JEDEN ANTISEMITISMUS

Cremer fordert Verbot des Zentralrates der Juden

Bochum/Region. Die Taktik des nordrhein-westfälischen NPD-Landeschefs Claus Cremer, gelegentlich mittels provokanter Aussagen zuerst öffentliche Empörung auslösen und sodann deswegen mediale Öffentlichkeit einheimsen zu wollen, hat derselbe am Osterwochenende einmal mehr zelebriert: anlässlich der Forderung des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, nach einem NPD-Verbot [1], hat Cremer schlicht das Verbot des Zentralrats der Juden in Deutschland gefordert.

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„Kommunismus sieht anders aus“

„In der Nacht von Sonn­abend auf Sonn­tag hat sich ir­gend­je­mand Zu­tritt zu un­se­rem Ta­gungs­ort und dem – ver­schlos­se­nen – Ple­nums­saal ver­schafft und dort rote Fah­nen ver­schwin­den las­sen, das KI-​Lo­go her­un­ter­ge­ris­sen, rund 50,- Euro aus den Spen­den­do­sen der Ma­te­ria­li­en-​ und Zei­tungs­ti­sche ge­stoh­len und eine Ka­me­ra zer­stört. Gar­niert war das Ganze mit einer halb­voll ste­hen ge­las­se­nen Bier­fla­sche und der Bot­schaft: „Kom­mu­nis­mus sieht an­ders aus“.

Frank Fle­gel, Her­aus­ge­ber eines Mo­nats­ma­ga­zins na­mens „Of­fen­siv“, be­rich­tet über ein Tref­fen der „Kom­mu­nis­ti­schen In­itia­ti­ve“ in Han­no­ver.

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Verschwörungsrapper auf dem „Pressefest“ – Infos zum 17. UZ-Pressefest

Im zwei­jähr­li­chen Rhyth­mus­or­ga­ni­siert die „Deut­sche Kom­mu­nis­ti­sche Par­tei“ (DKP) ein Fes­ti­val, das nach der gleich­na­mi­gen Par­tei­zei­tung „Un­se­re Zeit“ (UZ) be­nannt ist. Zur sieb­zehn­ten Auf­la­ge die­ses Pflich­ter­mins für deut­sche So­zia­lis­ten wer­den wie­der tau­sen­de Men­schen er­war­tet. Hier kom­men die „Ge­nos­sen“, vor allem aus dem or­tho­do­xen, dog­ma­ti­schen kom­mu­nis­ti­schen Spek­trum in einer rot-​ge­tünch­ten Par­al­lel­welt zu­sam­men, um Würst­chen zu fut­tern und Ar­bei­ter­lie­der zu grö­len, bei denen auch mal der Wunsch nach Ver­nich­tung ar­ti­ku­liert wird.

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30 Grabsteine auf jüdischem Friedhof beschmiert

Essen – Entsetzen in der jüdischen Kultusgemeinde: In der Nacht zu Donnerstag sind rund 30 Grabsteine des jüdischen Friedhofs an der Schulzstraße mit rechtsradikalen NS-Symbolen wie SS-Runen und Hakenkreuzen beschmiert worden. „Einen so massiven Angriff hat es in den vergangenen 20 Jahren nicht gegeben“, sagte Vorsitzender Hans-Hermann Byron. Am Donnerstagmorgen waren die in gelber Farbe gesprühten Zeichen entdeckt worden.

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120 AntifaschistInnen protestieren gegen Rassismus und Fundamentalismus

http://media.de.indymedia.org/images/2011/04/305378.jpg
20.04.11
Anlässlich des Auftritts des fundamentalistischen Predigers und deutschen Konvertiten Pierre Vogel und der Aufrufe von rechten Organisationen wie PAX Europa, der NPD und „Pi News“ zum Protest dagegen, haben am Mittwochabend ungefähr
120 AntifaschistInnen in Frankfurt ein Zeichen gegen Rassismus und religiösen Fundamentalismus gesetzt.

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auch auf indymedia mit Bildern

„Borussenfront“-Feier in städtischer Immobilie

Pressemitteilung der Antifaschistischen Union Dortmund

Wie nun aus Szene-Kreisen bekannt wurde, wollen ehemalige Mitglieder und SympathisantInnen der bekannten Hooligangruppierung “Borussenfront” eine Jubiläumsfeier am kommenden Freitag, dem 22.04., veranstalten. Fast jedes Jahr feiert diese extrem rechte Gruppierung am Karfreitag, dem Jahrestag ihrer offiziellen Gründung im Jahr 1982. Besonders brisant ist es, dass die diesjährige Feier im “Nationalen Zentrum”, dem örtlichen Neonazitreffpunkt an der Rheinischen Straße 135, stattfinden soll. Die Immobilie gehört seit dem Jahreswechsel 2011 der Stadt Dortmund, wird aber immer noch von Neonazis als Treffpunkt genutzt.[1] Kerstin Wiedemann, Pressesprecherin der Antifaschistischen Union Dortmund, erklärt hierzu: “Der Stadt Dortmund dürfte die kritische Nutzungssituation dieses Ladenlokals bekannt sein. Ziel sollte es daher also sein, zu prüfen, ob eine hinreichende Gefahrenprognose vorliegt, die es ermöglicht, die Veranstaltung zu untersagen. Nicht selten kam es im Umfeld von Feiern Dortmunder Neonazis zu ‘Sieg Heil’-Rufen sowie zu Angriffen auf MigrantInnen und alternative Jugendliche.”

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