Besser eine Kameradschaft gründen als Nazis blockieren

In Sachsen ist es – gemessen an den Urteilen – offenkundig besser, eine neonazistische kriminelle Vereinigung zu gründen, als Neonazis zu blockieren.

Ein Kommentar von Katharina König

Zwei Gerichtsverfahren fanden am gestrigen Mittwoch in Dresden statt. Eines am Amtsgericht, ein weiteres am Landgericht. Während am Amtsgericht Dresden ein 36-jähriger Antifaschist aufgrund der Proteste gegen einen der größten Neonazi-Aufmärsche im Jahr
Bei der „Kameradschaft Sturm 34″ beschlagnahmtes Material

Bei der “Kameradschaft Sturm 34″ beschlagnahmtes Material

2011 in Dresden zu einem Jahr und zehn Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt wurde, bestätigte das Landgericht Dresden eine Verurteilung von fünf Rädelsführern der verbotenen Neonazi-Gruppierung Sturm 34 wegen schwerer Körperverletzung, Sachbeschädigung und Bildung einer kriminellen Vereinigung zu Bewährungs- und Geldstrafen.Der 36-jährige Berliner soll am 19. Februar 2011 per Megafon das Durchfließen einer Polizeikette koordiniert beziehungsweise dazu aufgefordert haben, was schließlich zu Verletzungen bei Polizeibeamten geführt habe. Richter Hans Hlavka verurteilte, obwohl weder Zeugen noch ein Polizeivideo den Angeklagten zweifelsfrei und eindeutig identifizieren konnten. Das Urteil wegen Körperverletzung, Beleidigung und besonders schwerem Landfriedensbruch zu einer Haftstrafe von 1 Jahr und 10 Monaten – ohne Bewährung – stellt einen neuen Höhepunkt sächsischen Justizverständnisses dar.

In Sachsen ist es – gemessen an den Urteilen – offenkundig besser, eine neonazistische kriminelle Vereinigung zu gründen, als Neonazis zu blockieren.

Quelle und weiter: Publikative

Herzlichen Glückwunsch

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In wenigen Tagen – am 15. Januar 2013 – erscheint die 50. Ausgabe der LOTTA – antifaschistische Zeiting aus NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen. Im folgenden dokumentieren wir vorab das Editorial und das Inhaltsverzeichnis. Inhaltlicher Schwerpunkt ist das Thema “20 Jahre Solinger Brandanschlag – 20 Jahre Abschaffung des Grundrechts auf Asyl”. Anlässlich der 50. Ausgabe wurde das Heft außerdem um einen 16-seitigen Einhefter erweitert.

Quelle und weiter: Lotta – Antifaschistische Zeitung

Die extreme Rechte in Essen – 2012

In ihrem aktuellen Jahresbericht über die extreme Rechte in Essen beschäftigt sich die Antifa Essen Z unter anderem mit den Aktivitäten der rechten Parteien im Landtagswahlkampf, der Eröffnung der NPD-Landeszentrale in Essen-Kray und der aktuellen Asylmissbrauchsdebatte. In einigen Wochen wird die Broschüre auch in gedruckter Form vorliegen.

Quelle und PDF: Antifa Essen Z

Auftritte von rechtsextremen Musikgruppen in Oberhausen häufen sich laut Antifa

Die Oberhausener Antifa kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Zahl von Auftritten von rechtsextremen Bands häuft. Die Musiker hingegen fühlen sich zu Unrecht beschuldigt und Peter Jurjahn, der Geschäftsführer des Kulttempels, hat wegen zu großem Druck von Seiten der Antifa ein Konzert abgesagt.

Erst geriet das Helvete unter Verdacht , dann die Turbinenhalle, nun auch der Kulttempel. An allen drei Veranstaltungsorten in Oberhausen sollen Bands aufgetreten sein oder noch auftreten, die angeblich zu einer Grauzone der rechtsextremen Musikszene gehören. Die Zahl der Auftritte solcher Bands häufe sich, zu diesem Ergebnis kommt die Oberhausener Antifaschistische Initiative in ihrer Recherche.

Quelle und weiter

Zwar hat laut WAZ der Kulttempel den Auftritt des Antisemiten Jakob Zagrobelny mit seinem Projekt Make a Change… Kill Yourself abgesagt, dennoch wird das Konzert weiterhin auf dem Dezemberflyer aufgeführt. Uns ist klar, das wenn gedruckte Werbung im Umlauf ist diese nicht vollständig eingesammelt werden kann, aber den Flyer im Internet könnte man bearbeiten. Außerdem ist auf der Seite des Kulttempels nichts von einer Absage zu lesen.

NAZI-ÜBERGRIFF im Oberhausener Hauptbahnhof

Am Samstag gerieten 5 Konzertbesucher des Pressure-Air-Festival (Captain Planet, Love A…) in eine Traube von 12 bis 15 „Anti-Antifa“ und „Wir sind Deutschland“-Rufe gröhlender Jugendlicher (18 bis 25 Jahre) im Oberhausener Hauptbahnhof. Es kam zu einem brutalen Angriff mit Schlagring. Ein Konzertgast liegt mit gebrochener Augenhöhle im Krankenhaus. Der Angriff ereignete sich gegen 01:10Uhr. Gesucht werden Hinweise jeglicher Art und eventuelle Zeugenaussagen. Falls jemand was beobachtet hat oder was weiß, bitte dringend die Info an:
samstagnachtobhbf@web.de

„Die neue Volksmusik…“: vom Nazi-Rap zur Schulhof-CD

Die rechtsextreme Szene hat sich besonders seit dem Auftreten der „Autonomen Nationalisten“ unzähliger Jugendkulturen bedient. Auch HipHop blieb davon nicht verschont. Neben Graffiti nutzen Neonazis auch Rap für sich. Die NPD weiß ebenfalls um die Möglichkeiten mit Musik junge Menschen zu erreichen und stellt ihre “Schulhof-CD 2013″ vor.

Quelle und weiter

Wieder fragwürdiges (NS) BM Konzert im Helvete

Am 08.12.2012 findet im Helvete in Oberhausen zum wiederholten Male ein Konzert mit einer rechten Metal Band statt. Im Vorfeld wurden wir über den geplanten Auftritt der Band „Forgotten Tomb“ aufmerksam gemacht. In der Vergangenheit wurde die Band durch Aussagen in Interviews und Kontakte zur „National Socialist Black Metal“ (NSBM)-Szene mit rechtsradikaler Ideologie in Verbindung gebracht.

Zu Forgotten Tomb

Die Reaktion des Veranstalters ist die gleiche wie bei den anderen Konzerten, die Bands werden verharmlost, den Autoren wird Unwissenheit vorgeworfen.

Ein waschechter völkischer Antisemit

Am 15. Dezember 2012 findet im Kulttempel Oberhausen ein Konzert der ganz besonderen Art statt.
Hinter dem Projekt „Make a Change… Kill Yourself“ steht der Däne „Ynleborgaz“, bürgerlich Jakob Zagrobelny, der in der Band „Angantyr“ spielt, die bereits 2011 in Oberhausen einen Auftritt hatte.
In einem Interview auf seine Zukunftsvisionen angesprochen gab Jakob Zagrobelny zur Antwort, dass jeder sehen könne, wohin sich die Welt entwickle, “mit all den Juden-kontrollierten multirassischen multinationalen Firmen, die den letzten Tropfen reinen Blutes aus der Welt saugen. Wir müssen uns dagegen erheben! JETZT!”
http://aufdiepelleruecken.blogsport.de/images/nsbm_2_angantyr_mzartoriginal.jpg

Auf eine E-Mail an den Veranstalter gab es bis heute noch keine Reaktion

Zu Make a change….kill yourself
Zu Angantyr

Fotos von der NPD-Kundgebung in Altenessen

Die Bildergalerie „Links‘ albums“ hat zahlreiche Fotos von der NPD-Kundgebung am 09.11.2012 in Essen – Altenessen veröffentlicht.

Quelle

http://i.imgur.com/XvcEk.jpg

Wolfgang Duda (mitte) marschiert mal wieder alleine!

Neues Buch zum Nationalsozialismus in Oberhausen erschienen

Anlässlich des 50jährigen Bestehens der Gedenkhalle wurde die neue Dauerausstellung durch ein umfangreiches Katalogbuch ergänzt. Namhafte Experten analysieren in detaillierten Beiträgen die nationalsozialistische Verfolgung von Oppositionellen oder die Entrechtung, Deportation und Ermordung der jüdischen Bevölkerung.

Neue Maßstäbe setzen Beiträge zu den bislang noch nicht ausreichend untersuchten Themen der Verfolgung der Sinti im Stadtgebiet, zu den auch in Oberhausen vorgenommenen Zwangssterilisationen sowie zur Diskriminierung und Verfolgung von Homosexuellen. Das breite Spektrum der Themen bietet einen umfassenden Eindruck der Zeitverhältnisse zwischen 1933 und 1945. Zahlreiche bislang unbekannte Biografien von Oberhausenern bereichern den Katalog mit Informationen zu individuellen Schicksalen. Der Katalog schließt mit grundlegenden Beiträgen zur kommunalen Erinnerungskultur seit 1945 ab.

Katalogbuch: Eine – reine – keine Stadtgesellschaft. Oberhausen im Nationalsozialismus 1933 bis 1945.
Das neue Standardwerk zum Nationalsozialismus in Oberhausen

392 Seiten, gebunden, mit zahlreichen Abbildungen.
Verlag Karl Maria Laufen, Oberhausen, ISBN 978-3-87468-285-5, 29 EUR.

http://www.oberhausen.de/downloads/Katalogbuch_250px.jpg



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